Ausschreibung - Neuausschreibung PQS

Neuausschreibung der PQ Stellen
Verein für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V.
Neuausschreibung der PQ Stellen
Direkt zum Seiteninhalt
Erscheinungstag: 23.05.2018
Abgabefrist: 06.07.2018 - 15:00

Adresse:
Verein für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V.
Konstantinstraße 38
53179 Bonn


Ausschreibungsunterlagen:


A. Allgemeines – Anlass für das Auswahlverfahren und allgemeine Verfahrenshinweise

Die Präqualifikation (PQ) von Bauunternehmen (PQ-VOB) für öffentliche Bauaufträge des Bundes in Deutschland wurde mit Erlass des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadt-entwicklung vom 16. Januar 2006 eingeführt. Im Rahmen des Präqualifikationssystems er-folgt eine vorgelagerte auftragsunabhängige Prüfung der Eignungsnachweise insbesondere der in § 6a VOB/A, § 6a EU VOB/A – EU, § 6a VS VOB/A - EU definierten Anforderungen. Die PQ wird von Präqualifikationsstellen (PQ-Stellen) durchgeführt. Die Beauftragung der derzeit tätigen PQ-Stellen endet Ende Oktober 2019. Die Arbeitsaufnahme durch die neu ausgewählten PQ-Stellen erfolgt zum 1.11.2019.


B. Aufgabenbeschreibung

Aufgabe der PQ-Stellen ist es, Unternehmen, die sich gewerbsmäßig mit der Durchführung von Bauaufgaben befassen, auf deren Antrag hin gegen ein selbst festzulegendes Entgelt einem Präqualifizierungsverfahren zu unterziehen. Unternehmen, die als PQ-Stellen tätig werden wollen (im Folgenden „Bewerber“), müssen sich mit ihrer Bewerbung um die Erteilung einer Konzession als PQ-Stelle verpflichten,

- die Leitlinie des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit - BMUB -
für die Durchführung eines Präqualifizierungsverfahrens vom 23.09.2016, BAnz AT 28.10.2016 B7,
nebst Anlagen 1 und 2 in der jeweils gültigen Fassung (im Folgenden: „Leitlinie“) (Anlage 1 zum Auswahlverfahren) zu beachten
sowie

- die Anforderungen an die EDV-technische Umsetzung (Anlage 2 zum Auswahlverfahren) zu erfüllen.

Die Aufgaben der PQ-Stellen ergeben sich im Einzelnen aus den Bestimmungen der Nrn. 3.
bis 9 und 11 der Leitlinie. Die Entgelte für die PQ richten sich nach Nr. 12 der Leitlinie.


Hinweis: Die Leitlinie wird ab dem 1.11.2019 zwecks Berücksichtigung der durch die Akkreditierung erforderlichen Anpassungen neu gefasst.
Der Entwurf der angepassten Leitlinie wird dem Akkreditierungsverfahren schon zugrunde liegen.
Weitergehende inhaltliche Änderungen sind nicht vorgesehen, bleiben aber vorbehalten.


C . Eignungskriterien

Allgemeine Anforderungen
Bewerber müssen private, unabhängige, fachlich kompetente und wirtschaftlich solvente  Unternehmen sein, die mit der Aufnahme ihrer Tätigkeit als PQ-Stelle über die technischen und personellen Ressourcen verfügen.

Spezielle Anforderungen
a) Akkreditierung
Bewerber müssen nach ihrer Auswahl durch den Konzessionsgeber spätestens bis zum 31.10.2019 – Tag vor Aufnahme der Tätigkeit als PQ-Stelle - ihre Akkreditierung bei der DAkkS gemäß der DIN EN ISO/IEC 17065 nachweisen und entsprechende Belege vorlegen. Erfolgt die Akkreditierung nicht bis spätestens zum 31.10.2019, wird dem Bewerber die Konzession nicht erteilt.

b) Vertraulichkeit
Mit ihrer Bewerbung müssen Bewerber dokumentieren, welche angemessenen Vorkehrungen sie treffen, um die Vertraulichkeit beim Umgang mit den im Laufe der Präqualifizierungstä-tigkeiten erhaltenen Informationen und Unterlagen gemäß den Anforderungen in Nr. 11 der Leitlinie sicher zu stellen.

c) Haftpflichtversicherung
Bewerber müssen eine Haftpflichtversicherung (mit einer Deckungssumme je Versicherungsfall von mindestens 2,5 Mio. € für Personen- und Sachschäden und 0,5 Mio. € für Vermögensschäden) zur Abdeckung von Schadensersatzansprüchen aus ihrer
Präqualifizierungstätigkeit nachweisen.


d) EDV-technische Ausstattung
Bewerber müssen nachweisen, dass die von ihnen eingesetzte Technologie den technischen Anforderungen des PQ-Systems genügt und damit kompatibel ist.


D. Zuschlagskriterien – Angabe in absteigender Reihenfolge

a) Berufserfahrung
Dem Konzessionsgeber ist es vorrangig wichtig, dass das PQ-System weiterhin durch eine fachkundige und intensive Prüfung der zu präqualifizierenden Unternehmen große Akzeptanz bei den Auftraggebern findet. Im Auswahlverfahren wird deshalb besonderer Wert auf den Nachweis der beruflichen Befähigung der Bewerber gelegt. Bewerber müssen im eigenen Unternehmen sicherstellen, dass das für die Beurteilung der Präqualifizierung von Unternehmen zuständige Personal über die erforderlichen und angemessenen Kenntnisse und Kompetenzen verfügt. Die Kenntnisse und Kompetenzen müssen insbesondere die im Zusammenhang mit der Präqualifikation stehenden Aspekte der nachfolgenden Bereiche abdecken:

- öffentliches Vergaberecht GWB, VgV, VOB/A (national und europäisch)
- Gesellschafts- und Handelsrecht
- Generalunternehmerhaftung
- Grundzüge zum Compliance / Selbstreinigung
- Steuerrecht, insb. Kenntnisse zu Jahresabschlüssen und Gewinn- und Verlustrechnung
- Kenntnisse von Allgemeinverbindlichkeitserklärungen
- Grundzüge zur Zuordnung zu Tarifvertraglichen Sozialkassen
- Grundzüge zur Zuordnung zu Mitgliedschaft in Berufsgenossenschaften
- Kenntnisse zur Ausschreibung von Bauleistungen gemäß VOB/C getrennt nach in der
Leitlinie vorgegebenen Klassen (Hochbau, Allgemeiner Tiefbau, Ingenieurbau und
Tunnelbau, Verkehrswegebau, Sonstiger Bau)

Bewerber müssen mit der Bewerbung entweder darlegen, über welche Kompetenzen sie zum Zeitpunkt der
Bewerbung verfügen oder wie sie sicherstellen werden, zum Zeitpunkt der Aufnahme der Tätigkeit als PQ-Stelle
hierüber zu verfügen, z.B. durch Mitarbeiterwerbung oder – Schulung.


b) Finanzierungskonzept
Aus Sicht des Konzessionsgebers ist es von hoher Bedeutung, dass Bewerber über ein Wirtschaftskonzept verfügen, dass eine stabile und dauerhafte Durchführung der PQ-Tätigkeit erwarten lässt. Bewerber müssen ein die Grundlagen von Nr. 12 der Leitlinie berücksichtigendes Finanzierungskonzept dokumentieren. Der PQ-Verein finanziert sich über eine Jahrespauschale sowie die Entgelte für die Präqualifizierung. Das Finanzierungskonzept muss darlegen, wie die Kosten des Betriebes, die Jahrespauschale, die jeweiligen an den PQ-Verein zu entrichtenden Entgelte für die PQ (vgl. hierzu anliegende Übersicht auf der Webseite www.pq-verein.com) sowie die Kosten für die laufende Überwachung durch die DAkkS über die Konzessionslaufzeit von 7 Jahren hinweg erwirtschaftet werden sollen. Es muss die geplanten Ausgaben, u.a. Personal- und Sachkosten, Gebühren, Abschreibungen, Wagnis, Gewinn, den kalkulierten Erträgen gegenüberstellen. Die PQ-Tätigkeit muss sich selbst tragen. Eine Querfinanzierung aus anderen Geschäftsfeldern eines Bewerbers ist nicht zulässig.

c) Akzeptanzverbesserungskonzept
Bewerber müssen mit dem Angebot ein Konzept vorlegen, wie sich ihrer Meinung nach die Akzeptanz des PQ-Systems bei den Bauunternehmen (noch) weiter verbessern lässt.

Der Zuschlag erfolgt auf die 6 Bewerbungen, die gemäß den unter a) – c) aufgeführten Zuschlagskriterien als die geeignetsten erscheinen.

Für den Fall, dass eines oder mehrere der ausgewählten Unternehmen keine Akkreditierung von der DAkkS erhält/erhalten, rücken die in der Rangfolge auf den nächsten Positionen stehenden Unternehmen nach. Für diese kann sich, erfolgreiche Akkreditierung vorausgesetzt, der Leistungsbeginn wegen der Dauer des Akkreditierungsverfahrens verschieben. Nachrücker müssen ihre Akkreditierung innerhalb eines Jahres nach Kenntnis des Nachrückens nachweisen.


E. Nachweise

Der Bewerbung bzw. nachfolgend dazu sind – insbesondere zum Nachweis der unter C und D genannten Anforderungen – mindestens folgende Nachweise beizufügen:
Zu C

a) Nachweis der Akkreditierung durch die DAkkS bis spätestens 31.10.2019
b) Beschreibung der Vorkehrungen; Nachweis der Akkreditierung durch die DAkkS bis spätestens 31.10.2019
c) Versicherungsnachweis bis spätestens 31.10.2019
d) Dokumentation der datentechnischen Systemvoraussetzungen und der Kompatibilität, Präsentation des Systems.

Bewerber müssen zu einem späteren Zeitpunkt (voraussichtlich  ab Frühjahr 2019) auf Anforderung des Vereins das EDV-technische System präsentieren und die Einhaltung der Anforderungen gemäß Buchst. d) nachweisen.

Zu D
a) Ausbildungs- und Studiennachweise, Fortbildungstestate, Nachweise der beruflichen Erfahrung des Leiters und der mit der Präqualifikation befassten Mitarbeiter, Schulungskonzepte, Referenzangaben, Lebenslauf mit beruflichem Werdegang, Eigenerklärungen
b) Darstellung des Finanzierungskonzeptes mit entsprechenden Nachweisen. Nachweise zur wirtschaftlichen Lage des Unternehmens (Bankerklärung, Bilanzauszüge)
c) Konzeptvorstellung


F. Vergabekammer

Vergabekammer im Sinne von § 19 Abs. 3 KonzVgV ist die Vergabekammer des Bundes beim Bundeskartellamt, Villemombler Straße 76, 53123 Bonn.


G. Termine
Frist für die Einreichung der Bewerbungen:

Tag: 06/07/2018 Ortszeit: 15:00 Posteingang bei der ausschreibenden Stelle

Anfragen im Zusammenhang mit diesem Auswahlverfahren sind an den PQ-Verein
E-Mail: Fragepool@pq-verein.com
zu richten. Telefonische Anfragen werden aus wettbewerblichen Gründen nicht beantwortet

Die Fragen/Antworten werden veröffentlicht auf der Webseite www.pq-verein.com.

Adresse: Verein für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V.; Konstantinstraße 38; 53179 Bonn



Verein für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V.             vertreten durch den Vorsitzenden des Vorstands Herr MinDirig Lothar Fehn Krestas              Telefon: +49 (0)228-94 37 77-0                                  
Konstantinstraße 38                                                                     eingetragen beim Amtsgericht Bonn (Registerblatt: VR 8498)                                                Telefax: +49 (0)228-94 37 77-20
53179 Bonn                                                                                                                                                                                                                                    Internet: www.pq-verein.de         





Zurück zum Seiteninhalt